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Artikel vom: 09.08.2021

Hubert Hüppe: Fluchtgründe weltweit bekämpfen, Europa stärken

Anlässlich des Jubiläums luden der Bund der Vertriebenen (BdV) und die Ost- und Mitteldeutsche Vereinigung der CDU Kreis Unna (OMV) am vergangenen Sonntag zu einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung an die Opfer von Flucht und Vertreibung auf dem Friedhof Kamen-Mitte ein.



(Foto OMV Unna / Wehmeier)

Am 5. August 1950 unterzeichneten die Vertriebenenverbände und ostdeutschen Landsmannschaften in Stuttgart die „Charta der deutschen Heimatvertriebenen,“ in der die Vertriebenen auf Rache und Vergeltung verzichtet und sich dem Wiederaufbau Deutschlands sowie der europäischen Einigung verschrieben haben.

CDU-Bundestagskandidat Hubert Hüppe wies in seinen Ausführungen am Kreuz der ostdeutschen Heimat darauf hin, dass die Botschaft der Charta nichts an Aktualität verloren habe. Die Einigkeit Europas, Völkerverständigung und das Recht auf Heimat seien auch heute noch Auftrag und Verpflichtung zugleich. Er warnte vor einem Auseinanderbrechen Europas. Nie hätte es weltweit so viele Menschen gegeben, die ihre Heimat verloren hätten wie heute. Die Politik müssen die Bekämpfung von Fluchtursachen noch mehr in den Mittelpunkt stellen.
 

Dr. Bärbel Beutner, BdV-Kreisvorsitzende, und Stephan Wehmeier, Kreisvorsitzender der OMV, dankten in ihren Begrüßungsworten der Stadt Kamen, die das am 7. August 1949 eingeweihte Kreuz der ostdeutschen Heimat in diesem Jahr runderneuert und damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Gedenkstätte für die Opfer von Flucht und Vertreibung geleistet habe.



(Foto OMV Unna / Wehmeier)

Zum Hintergrund: Die Charta der Heimatvertriebenen
Die Charta der deutschen Heimatvertriebenen wurde am 5. August 1950 in Stuttgart- Bad Cannstatt von 30 Vertretern der deutschen Heimatvertriebenen unterzeichnet und am folgenden Tag vor dem Stuttgarter Schloss und im ganzen Bundesgebiet verkündet. Sie gilt als das Grundgesetz der deutschen Heimatvertriebenen.
In ihrem Kern enthält sie einen Aufruf zum Verzicht auf Rache und Gewalt trotz des eigenen gerade erlittenen Unrechts und ein klares Bekenntnis zur Schaffung eines einigen Europas, zur Verständigung zwischen den Staaten, den Völkern und Volksgruppen.
Die Charta benennt auch Rechte und Pflichten von Flüchtlingen und Vertriebenen. Und sie formuliert ein „Recht auf Heimat“ als ein von „Gott geschenktes Grundrecht der Menschheit“.
 

Über die OMV
Die Ost- und Mitteldeutsche Vereinigung (OMV) unterstützt die Union in ihrer Arbeit für die Vertriebenen und gibt den Vertriebenen, Aussiedlern, Spätaussiedlern sowie deutschen Volksgruppen in Mittel- und Osteuropa eine Stimme innerhalb und außerhalb der CDU. Damit sind wir Partner von Vertriebenenverbänden, Landsmannschaften und Verbänden der deutschen Volksgruppen in den Heimatgebieten.






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